
Flussdünen bei Nijmegen: Sand aus dem Flussbett, nicht aus dem Eis
Östlich von Nijmegen erhebt sich die Stauchmoräne steil über der Waal. In der danebenliegenden Ooijpolder befinden sich niedrige Sandkuppen. Das ist anderer Sand.
Die Stauchmoräne Nijmegen–Kleve entstand durch Eis des Saalien, das Flussablagerungen nach oben drückte. Der Rhein durchschnitt diesen Bogen später: die Gelderse Poort. Die Flanken wurden steil. Dabei handelt es sich um geschobenen, schräg gestellten, kieshaltigen Sand. Flussdünen entstanden anders. In kalten, vegetationsarmen Phasen fiel das Flussbett teilweise trocken. Der Wind nahm Sand aus dem verflochtenen Flusssystem auf und lagerte ihn als Rücken ab. In der Ooijpolder sowie bei Persingen und Zyfflich wurden diese Kuppen zu den ersten bewohnbaren Stellen in einem ansonsten nassen Beckenland. Uferwälle sind wiederum etwas anderes: Sand, den der Fluss bei Hochwasser neben seinem Lauf ablagert.
Damit gibt es bei einer einzigen Stadt drei Arten von Sandformen. Stauchmoräne: Eis. Flussdüne: Wind auf trockenem Flussbett. Uferwall: Wasser neben dem Flusslauf. Das tonige Becken dazwischen war für frühe Dörfer zu nass. Stell dich an den Rand der Stauchmoräne und schau auf die niedrigen Wellen im Polder. Diese Erhebungen sind keine kleinen Stauchmoränen. Informationen über Wege und Zugang in der Ooijpolder gibt der Verwalter des Gebiets.

Ein anderer Blick
Frühe Siedlungen in der Duffelt suchten die Flussdünen auf; die Beckenflächen standen zu lange unter Wasser.
Von Nijmegen-Oost aus: steile bewaldete Stauchmoräne gegenüber der flachen Ooij mit gelegentlichen Sandkuppen um ein Dorf.