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JekerJazz in Maastricht: drei Tage Livemusik in den Cafés des Jekerkwartier
Von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. Oktober, spielen Bands in Cafés, Hotels und auf der Straße. Ein Spaziergang durch den ältesten Teil der Stadt, vorbei an der Helpoort und an einer Wassermühle, in der Mehl für Vlaai gemahlen wird.

Am Donnerstagabend, 8. Oktober, um 21.00 Uhr spielt Orangutan BB im Spiegeltent auf dem Vrijthof. Das ist der offizielle Auftakt von JekerJazz. Das eigentliche Festival läuft anschließend von Freitag, 9. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober, mit Livemusik in Cafés, Restaurants, Hotels und an anderen Orten im Jekerkwartier, in der Innenstadt und in Wyck. Die Veranstalter versprechen eine breite Mischung: Jazz und New-Orleans-Jazz, Blues, Soul und Funk, Brass, Rock ’n’ Roll und Americana, aber auch Chansons, Latin und italienische Musik.
JekerJazz begann 1991 als kleine Initiative im Café Chriscus in der Koestraat, schreibt die Stiftung, die das Festival heute organisiert. Die Stichting JekerJazz Maastricht wurde 2011 gegründet. Die Arbeit leisten Freiwillige, und die Stiftung schreibt, dass sie keine Subventionen erhält. Das Prinzip ist laut Veranstaltern Livemusik bei freiem Eintritt, für alle.
Der älteste Teil der Stadt
Visit Maastricht zählt das Jekerkwartier zu den ältesten Teilen der Stadt. Jahrhundertelang drehte sich hier alles um Verteidigung. Die Jeker selbst war eine natürliche Barriere, und an diesem Fluss stehen die ältesten Gebäude des Viertels, manche davon aus dem Jahr 1200. Heute heißt die Gegend auch Quartier Latin, mit historischen Universitätsgebäuden, dem Konservatorium und der Schauspielakademie.
Dreimal sehen und erleben
Die Helpoort. Dieses Tor aus der Zeit um 1229 gehörte zur ersten Maastrichter Stadtmauer. Laut Visit Maastricht ist es das älteste Stadttor der Niederlande, das noch steht. Die Silhouette erkennen Sie sofort: eine Durchfahrt zwischen zwei Rundtürmen, darüber ein hölzerner Erker. Im 15. Jahrhundert erhielt die Stadt eine zweite, weiter gefasste Mauer, und als Zugang hatte das Tor ausgedient. Abgerissen wurde es nicht. In den folgenden Jahrhunderten versammelten sich hier die Tuchmacher, wurden Waren gelagert, lag Schießpulver und wohnten sogar Menschen darin. Der Name ist jünger als das Bauwerk: Lange hieß es Hoogbruggepoort, und „Helpoort“ geht laut Visit Maastricht wahrscheinlich auf ein Haus in der Nähe zurück, In de Helle. Heute ist darin das Vestingmuseum Maastricht untergebracht, das Festungsmuseum. Während JekerJazz spielt das Prof. K. Quartet am Samstag und Sonntag um 16.00 Uhr am Eingang auf dem kleinen Platz in der Sint Bernardusstraat.

Entlang der Wälle. Der Onze-Lieve-Vrouwewal, ein Stück historischer Stadtmauer, ist ein Spazierweg ohne Autoverkehr, entlang der Maas und des Stadsparks. Im Faliezusterspark stehen der Pater Vincktoren, ein Wehrturm aus dem vierzehnten Jahrhundert, und Reste der mittelalterlichen Stadtmauer. De Vijf Koppen (De Vief Köp) ist ein spätmittelalterliches Rondell und national geschütztes Denkmal (Rijksmonument). Vom Vestingmuseum aus starten regelmäßig Führungen entlang von Teilen der Befestigung, darunter De Vijf Koppen.
Musik von der Kneipe bis zur Straße. Am Samstag, 10. Oktober, um 14.30 Uhr spielt The Hurricane Brass Band klassischen New-Orleans-Jazz in den Straßen. Am Freitagabend um 21.00 Uhr beginnen unter anderem Auftritte im Café Charlemagne, im Café Falstaff und im Hotel De La Bourse. Der Sonntag beginnt um 10.00 Uhr mit einem Frühstückskonzert von Pepper & The Jellies aus Rom im The Social Hub. Am Abend stehen noch eine Afterparty mit The Session Band im Blues Café Duke um 22.00 Uhr und John Tana in De Kaasbar um 23.00 Uhr auf dem Programm.
Lokaler Geschmack: Vlaai aus der Hand
An der Stenenbrug, an der Jeker, steht die Bisschopsmolen. Visit Maastricht schreibt, dass Gottfried von Bouillon die Wassermühle im 11. Jahrhundert besaß und dass sie nach seinem Tod an den Fürstbischof von Lüttich ging. Das Mühlrad sehen Sie auf der Rückseite, deren Fassade aus dem Jahr 1609 stammt; Sie erreichen sie über die Bisschopsmolengang. Mühle und handwerkliche Bäckerei gehören seit 2005 wieder zusammen: Der Müller mahlt Kollenberger Spelt, ein Urgetreide, und der Bäcker macht daraus Brot und Gebäck. Der Rat von Visit Maastricht: Essen Sie Ihre Vlaai, den Limburger Obstfladen, wie die Maastrichter, aus der Hand, kurz auf dem Mäuerchen sitzend.
Praktische Informationen & nützliche Links
- Programm JekerJazz 2026: jekerjazz.com, mit allen Bands, Zeiten und Orten. Geprüft am 4. Oktober 2026; schauen Sie kurz vor Ihrem Besuch noch einmal nach.
- Jekerkwartier: Visit Maastricht zum Jekerkwartier.
- Helpoort und Vestingmuseum: Sint Bernardusstraat 24b. Laut Visit Maastricht Mittwoch bis Sonntag 11.00–16.00 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen. Eintritt 6,00 € für alle ab 12 Jahren; unter 12 frei, sofern ein Erwachsener mitkommt. Eine Führung von der Helpoort bis zur Vief Köp kostet einschließlich Eintritt 12 € pro Person, für Kinder unter zwölf Jahren 8 €. Siehe die Helpoort bei Visit Maastricht.
- De Bisschopsmolen: Stenenbrug 3. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Quelle; prüfen Sie sie auf der Seite der Bisschopsmolen bei Visit Maastricht oder bei der Mühle selbst.