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Harderwijk geht von der Vischpoort zum Wolderwijd

Das alte Stadttor, die Häfen und das neue Ufer zeigen, wie Harderwijk den Blick auf das Wasser beibehielt.

Die Vischpoort von Harderwijk mit dem Küstenfeuer oben auf dem Tor und der Stadtmauer daneben.
Die Vischpoort und die Stadtmauer von Harderwijk, fotografiert im Oktober 2011. Foto: Arwin Meijer / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Beeldbron · Bildnachweise

An der Vischpoort ist zu sehen, wie nah die Altstadt und das frühere Ufer von Harderwijk beieinanderliegen. Das Backsteintor mit einem Küstenfeuer darüber markierte einst den Zugang von der Zuiderzee. Hier kann ein Spaziergang beginnen und am Hafen und an der Vischmarkt vorbei bis zur Promenade führen. Dort liegt heute das Wolderwijd, nicht das Veluwemeer, das in Beschreibungen der Region leicht mit Harderwijk verbunden wird. Rijkswaterstaat unterscheidet beide als eigenständige Randmeere. Diese kleine geografische Genauigkeit macht die Geschichte der Stadt gerade interessanter: Ihre Beziehung zum Wasser ist geblieben, aber das Wasser selbst hat sich verändert.

Die Gemeinde beschreibt Harderwijk seit 1252 als Hansestadt. Sie nennt die Vischpoort und die Smeepoort als erkennbare historische Gebäude in der Innenstadt. Die Vischpoort verdient einen längeren Halt. Laut Heerlijk Harderwijk hatte die Stadt einst fünf Tore, von denen zwei auf der Seeseite standen. Nur die Vischpoort blieb erhalten. Fischer, Händler und Reisende gingen hier in die Stadt hinein und aus ihr heraus. Das Denkmal ist deshalb mehr als ein fotogener Eingang: Es zeigt, wo sich die ummauerte Stadt zur damaligen See hin öffnete.

Straßenbild der Vischmarkt mit historischen Fassaden und Terrassen.
Die Vischmarkt in der Altstadt von Harderwijk, fotografiert im Jahr 2013. Foto: Michielverbeek / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Beeldbron · Bildnachweise

Über dem Tor wurde 1851 ein Küstenfeuer angebracht, das der Schifffahrt auf der Zuiderzee half. Das Gebäude diente anschließend auch als Wohnung des Leuchtturmwärters. Wer heute darunter hindurchgeht, sieht also ein mittelalterliches Stadttor mit einer Ergänzung aus dem neunzehnten Jahrhundert. Drinnen wartet die Vischmarkt, die von der örtlichen Besucherorganisation zusammen mit der Promenade und den Häfen als Kern der Stadt genannt wird. So ist eine Route vom Tor zum Platz nicht nur ein kurzer Spaziergang, sondern auch ein Übergang vom Schiffsverkehr zum Straßenleben der Altstadt.

Das Wasser an der heutigen Promenade heißt Wolderwijd. Rijkswaterstaat erklärt, dass dieses Randmeer 1967 durch die Eindeichung von Zuid-Flevoland entstand. Das Veluwemeer gehört ebenfalls zur Reihe der Randmeere, ist aber ein anderes Gewässer. Die veränderte Küstenlinie ist in Harderwijk keine abstrakte Geschichte, weil das alte Eingangstor und das neue Ufer beide in einen Stadtspaziergang passen.

Rund um die Innenstadt liegen laut Heerlijk Harderwijk drei Häfen: die Vissershaven, die Stadshaven und die Strandhaven. Die Organisation nennt sie in Gehweite der Promenade und der Vischmarkt. Die Gemeinde beschreibt außerdem das Waterfront als Neubauviertel direkt an der Innenstadt, mit unter anderem einem Jachthafen, einem Gästehafen und einem Stadtstrand. Es ist die heutige Seite derselben Ausrichtung auf das Wasser.

An der Promenade liegt auch das Dolfinarium, in Gehweite der Innenstadt, so Heerlijk Harderwijk. Die Besucherorganisation nennt unter anderem Delfine, Seelöwen, Seehunde und Walrosse sowie einen Unterwasserbereich. Für Familien kann der Park ein eigener Teil eines Tages in der Stadt sein. Die Öffnungszeiten wechseln jedoch je nach Saison. Wer für Dienstag, den 13. Für einen Parkbesuch am Dienstag, 13. Oktober, gilt der aktuelle Parkkalender; der Stadtspaziergang an Tor, Platz und Wasser ist von der Parköffnung unabhängig.

Harderwijk lässt sich so in zwei Richtungen lesen. Das Tor erinnert an die Zeit von Handel und Schifffahrt auf der Zuiderzee, während die Promenade das heutige Randmeer zur Kulisse hat. Das macht einen Herbstspaziergang überschaubar: Man muss weder eine lange Route noch ein volles Programm absolvieren, um zu sehen, wie Stadttor, Platz und Ufer aneinander anschließen.

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