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Egmond aan Zee im Herbst: Leuchtturm, Strand und Dünen

Der weiße Turm prägt das alte Küstendorf; im angrenzenden Dünenreservat gelten eigene Zugangsregeln.

Der weiße Leuchtturm J.C.J. van Speijk in Egmond aan Zee.
Der weiße Leuchtturm J.C.J. van Speijk in Egmond aan Zee. Foto: Hnapel · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Von den drei Orten namens Egmond liegt Egmond aan Zee direkt an der Nordsee. Promenade, Strand und der weiße Leuchtturm J.C.J. van Speijk bestimmen das Bild; hinter den Häusern beginnen die Dünen. Außerhalb der Badesaison zeigt sich, dass der Ort mehr ist als eine Reihe von Strandlokalen. Der Leuchtturm erinnert an die Schifffahrt entlang einer sandigen Küste. Die Dünen sind zugleich Naturschutzgebiet und Gebiet der Wassergewinnung. Ein Herbstbesuch führt daher durch drei verschiedene öffentliche Räume: den offenen Strand, die Dorfstraßen und das regulierte Noordhollands Duinreservaat.

Der Leuchtturm trägt den Namen des Marineoffiziers J.C.J. van Speijk aus dem 19. Jahrhundert. Laut örtlicher Tourismusorganisation wurden 1833 zwei neue Türme gebaut. Der auf dem Torensduin ist verschwunden; der erhaltene Küstenturm bekam auch ein Denkmal. Rijkswaterstaat führt ihn als nationales Baudenkmal von 1833. In den Jahren 2018 und 2019 wurde er restauriert. Vom Ort und von der Küste bleibt er auch bei geschlossener Tür sichtbar. Die von Egmond angegebenen regulären Besuchszeiten gelten für Juli und August; daraus lässt sich keine Öffnung im Oktober ableiten.

Der Strand ist der unmittelbarste Teil von Egmond aan Zee. Die örtliche Besucherseite nennt Regeln für einzelne Strandabschnitte und unterscheidet eine Sommerperiode von Mai bis Oktober und eine Winterperiode von Oktober bis Mai. Das ist besonders für Aktivitäten und Hunde wichtig. Schilder an den Strandzugängen zeigen die Regeln ebenfalls an. Ein Spaziergang an der Wasserlinie braucht keine Eintrittskarte und keine Museumsöffnung, doch das Meer bleibt veränderlich. Der Strand ist damit anders als der Leuchtturm: Der Zugang zum offenen Raum ist einfach, seine Nutzung folgt örtlichen Regeln.

Blick über Egmond aan Zee mit dem Leuchtturm und dem Meer im Hintergrund.
Blick über Egmond aan Zee mit dem Leuchtturm und dem Meer im Hintergrund. Foto: Jokefoto · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Vom Ort geht die Landschaft in das Noordhollands Duinreservaat über. Betreiber PWN beschreibt Dünen, Strand und Wälder am inneren Dünenrand zwischen Wijk aan Zee und den Dünen von Schoorl. Die Nähe zu Egmond bedeutet nicht, dass überall freier Zugang besteht. Laut PWN brauchen Besucher ab 18 Jahren eine Dünenkarte, sofern Schilder vor Ort nichts anderes angeben. Erlaubte Wege sind grundsätzlich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet; einzelne Pfade können vorübergehend gesperrt sein. Auch für Hunde gelten örtliche Regeln. Die Trennung von Strand und Reservat hilft, gesperrte Bereiche zu meiden.

PWN bietet markierte Wanderwege und Informationen über zugängliche Eingänge. Eine Route kann über offenen Sand und durch geschützten Wald führen; maßgeblich sind aktuelle Karten und Schilder. Gerade im Herbst mit kürzeren Tagen fühlen sich Dünenwege anders an als eine ebene Promenade. Egmond aan Zee ist zugleich Ausgangspunkt für die beiden anderen Egmond-Orte: Egmond-Binnen ist mit seiner Abtei verbunden, Egmond aan den Hoef mit den Resten einer früheren Burg. Beide liegen außerhalb eines kurzen Ortsrundgangs, erweitern den Namen Egmond aber um unterschiedliche historische Schichten.

Im Ort selbst ist der Leuchtturm der deutlichste sichtbare Hinweis auf die Seefahrtsgeschichte. Die lokale Denkmalübersicht nennt außerdem die Prins Hendrik-Stichting, ein ehemaliges Heim für alte Seeleute, und weitere Spuren der Küstengeschichte. Für einen Herbsttag gilt praktisch: Turm und Ort sind von außen ohne Reservierung zu sehen; am Strand gelten Saisonregeln; im Reservat braucht es eine Dünenkarte und die Beachtung zugelassener Wege. Innenräume und Turmbesuche haben eigene Öffnungszeiten. So bleibt Egmond ein Badeort, dessen Landschaft auch von Schifffahrt und Dünenverwaltung erzählt.

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