Slot Zuylen: Schlossgeschichte entlang einer Schlangenmauer
Das Schloss bei Utrecht war bis 1952 bewohnt. Der Garten erzählt mit, während eine neue Ausstellung erst am 21. Oktober eröffnet.

Slot Zuylen entstand um 1250 an der Vecht. Der erste steinerne Wohnturm hatte Mauern von mehr als 2,5 Metern Dicke. Spätere Besitzer bauten den Ort zu einem Wasserschloss aus; 1752 wurde das Schloss erneut grundlegend umgebaut.
Das Schloss blieb bis 1952 bewohnt. Das Museum weist auch darauf hin, dass die Bewohner, wie andere wohlhabende Familien in den Niederlanden, Verbindungen zum Kolonialhandel und zur Sklaverei hatten.

Der Garten erhielt Mitte des achtzehnten Jahrhunderts eine etwa 120 Meter lange Schlangenmauer. Dort wachsen noch immer Feigen. 1839 wurde der Landschaftsarchitekt Zocher gebeten, einen Plan im englischen Landschaftsstil zu entwerfen; im Gemüsegarten wird noch immer gearbeitet.
Die Ausstellung Knappe koppen: Jean-Antoine Houdon & Belle van Zuylen beginnt am 21. Oktober und läuft bis zum 24. Januar 2027. Am Donnerstag, dem 15. Oktober, ist sie also noch nicht zu sehen. Das Schloss selbst ist dagegen mit den Sommeröffnungszeiten geöffnet.
Slot Zuylen liegt am Tournooiveld 1 in Oud Zuilen. Von April bis einschließlich Oktober ist es von Mittwoch bis einschließlich Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet; der letzte Einlass ins Schloss ist um 16.30 Uhr.
Das Schloss ist nicht rollstuhlgerecht, Garten und Café dagegen schon. Das Café kann auch ohne Eintrittskarte für das Schloss besucht werden.