Drei Veluwe-Wanderungen zwischen Wald und Heide
Von 4,5 bis 14 Kilometern: Hoog Buurlo, das Deelerwoud und die Veluwezoom zeigen jeweils einen anderen Teil der Landschaft.

Die Veluwe ist kein einzelnes Wandergebiet mit einem Eingang. Eine Route bei Hoog Buurlo führt an Schafställen und Buchenalleen vorbei, eine Tour durch die Veluwezoom verbindet hügeligen Wald mit Heide, und im Deelerwoud wechseln sich Wald und offenes Gelände ab. Gerade diese Unterschiede machen einen Herbsttag reizvoll. Man kann die passende Strecke wählen und sieht trotzdem, wie sich die Landschaft langsam verändert. Wer im Oktober aufbricht, muss eine Begegnung mit Hirschen nicht zum Ziel erklären: Die Route selbst bietet schon genug, um stehen zu bleiben.
Für eine kurze Wanderung ist Hoog Buurlo eine klare Wahl. Staatsbosbeheer beschreibt dort eine gelb markierte Runde von 4,5 Kilometern. Die Route führt durch einen alten Wald- und Siedlungskern, unter anderem am Schafstall vorbei. Rund um den Weiler liegen Buchenalleen, Eichen- und Buchenwälder, Äcker und die Hoog Buurlose Heide. Das bringt auf begrenzter Strecke viel Abwechslung zwischen geschütztem Wald und offenem Raum. Der Schafstall ist die Nachtunterkunft der Herde Veluwer Heideschafe; eine Begegnung mit den Tieren unterwegs ist damit nicht versprochen.

Wer länger gehen möchte, kann die NS-Wanderung Veluwezoom von Natuurmonumenten nehmen. Sie beginnt am Bahnhof Dieren und führt zunächst durch die hügeligen Onzalige Bosschen. Dort muss man laut dem Verwalter kräftig auf- und absteigen. Danach folgen die Heide an der Posbank und der Zijpenberg. Die Tour endet nach Wahl nach 11 Kilometern am Bahnhof Rheden oder nach 14 Kilometern am Bahnhof Velp. Es ist also kein flacher Spaziergang, aber eine Wanderung, bei der man kein Auto vom Endpunkt zurückholen muss.
Eine dritte Möglichkeit ist das Deelerwoud. Auf der Routenseite werden Rothirsche, Damhirsche, Wildschweine und Schottische Hochlandrinder als mögliche Begegnungen genannt. Der Verwalter empfiehlt ein Fernglas, doch auch hier bleibt Wild unvorhersehbar. Die Route wurde 2023 angepasst; Natuurmonumenten warnt, dass Pfade auf der zugrunde liegenden digitalen Karte nicht immer mit der Situation vor Ort übereinstimmen. Maßgeblich sind die Markierungen im Gelände, und geschlossene oder abgesperrte Pfade bleiben geschlossen.
Die Chance, Wild zu sehen, ändert nichts an dem Abstand, den Besucher halten müssen. Auf der Deelerwoud-Route bittet Natuurmonumenten, mindestens 25 Meter Abstand zu Schottischen Hochlandrindern zu halten, vor allem bei Kälbern. In der Veluwezoom sind angeleinte Hunde auf den Wegen willkommen, außer an Stellen, an denen andere Regeln angegeben sind. Von Mitte September bis etwa Mitte Oktober findet dort die Brunft der Rothirsche statt; an der Elsberg kann das Röhren zu hören sein. Das ist eine Möglichkeit, keine Verabredung mit der Natur.
Auch die Anreise zu einem Startpunkt verdient Aufmerksamkeit. Natuurmonumenten teilt mit, dass ein Teil der Straßen über die Posbank an Wochenenden und Feiertagen für motorisierten Verkehr gesperrt ist. Für die Zeit vom 5. Oktober bis 17. November 2026 nennt die Organisation außerdem Arbeiten am oberen Teil der Schietbergseweg. Die Besucherseite verweist für das Parken auf aktuelle Informationen und nennt den Bahnhof Rheden in Gehweite des Besucherzentrums. Für die NS-Wanderung ist der Bahnhof Dieren der Startpunkt.
Wer in der Veluwezoom Wild sehen möchte, bleibt innerhalb der erlaubten Zeiten: Natuurmonumenten bittet Besucher, das Gebiet erst nach Sonnenaufgang zu betreten und vor Sonnenuntergang zu verlassen.