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Louwman Museum: als das Auto noch ein Abenteuer war

In Den Haag befindet sich eine der ältesten privaten Automobilsammlungen der Welt. Die frühen Fahrzeuge zeigen, dass Autofahren zunächst ein Experiment war und kein täglicher Weg zur Arbeit.

Ein frühes Buffum-Auto im Louwman Museum.
Ein frühes Buffum-Auto im Louwman Museum. Foto: Zairon · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Die Familie Louwman begann schon früh in der Geschichte des Automobilismus, Autos zu sammeln. Das Museum in Den Haag zeigt diese Entwicklung: von kutschenartigen Pionierfahrzeugen ohne Dach bis zur geschlossenen Limousine, die später selbstverständlich wurde. Frühe Automobilität war laut, teuer und unzuverlässig. Die Straßen waren für Pferde und Fahrräder gedacht. Benzin gab es nicht an jeder Ecke. Wer fuhr, demonstrierte damit sowohl Technik als auch Status.

Die Details zeigen die frühe Autotechnik: hohe Räder für Wagenspuren, Handkurbeln zum Starten, Kettenantrieb, Lampen aus der Kutschentradition und Karosserien von Kutschenbauern statt aus industriellen Pressstraßen. Die Niederlande importierten Marken; eigene Fabriken blieben klein. Trotzdem veränderte das Auto das Land: Benzinpumpen, Führerschein, Verkehrsschilder, Asphalt statt Schotter. Das Museum erzählt diese Geschichte anhand konkreter Fahrzeuge und nicht nur entlang einer Zeitleiste.

Sitze und Bedienelemente des Buffum-Autos.
Sitze und Bedienelemente des Buffum-Autos. Foto: bertknot from scarborough, australia · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Neben Autos gehören Motorräder und automobile Kunst zur Sammlung. Das ist kein zusätzlicher Saal für Dekoration. Plakate und Gemälde zeigen, wie das Auto als Versprechen verkauft wurde: Geschwindigkeit, Freiheit, Modernität. Die frühe Wirklichkeit war langsamer und schmutziger als das Bild.

Das Besondere bleibt die Abfolge in einem einzigen Gebäude. Du siehst den Moment, in dem die Kutsche Räder mit Motor bekam, und den Moment, in dem dieser Motor das Straßenbild übernahm.

Ein anderer Blick

Viele frühe Autos wurden noch wie Kutschen gebaut: Der Motor kam hinzu, die vertraute Form blieb zunächst bestehen.

Ein offenes Pionierfahrzeug und ein geschlossenes Auto einer Generation später unterscheiden sich bei Sitzplatz, Lenkrad und Lampen deutlich.

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